Die Wichtigkeit von Bonitätsprüfungen / Deiner Schufa Auskunft

Bei vielem was Ihr als Gründer vorhabt werdet Ihr auf ein unerwartetes Hindernis stoßen: die Schufa. Kommt sie einem eher wie ein Relikt aus grauer Vorzeit vor, so ist sie doch enorm wichtig u.a. für: Bankdarlehen, Leasing von Autos oder Software, Beantragung von Fördermitteln, potentielle Großhandelspartner und vieles mehr. Ich kenne persönlich Gründer die sehr erfolgreiche Unternehmen mit mehreren Millionen Umsatz haben, jedoch bis heute Probleme haben von der Bank Darlehen zu erhalten und bei Fördermitteln strikt abgelehnt werden. Grund sind oft nicht bezahlte Handyrechnungen oder geplatzte Lastschriften von vor Jahren. Learning: Ihr könnt versuchen gegen die Regeln zu spielen, oder sie zu befolgen. Erfolgreich seid Ihr als guter Gründer in beiden Fällen, der einfachere Weg ist oft jedoch oft … der einfachere.

Ich empfehle Euch zudem so früh es geht – möglichst nach dem ersten Jahresabschluss – sowohl bei der Creditreform (Crefo) sowie bei Bürgel Wirtschaftsinformationen Eure Umsatzzahlen, eventuelle Partner und Investoren anzugeben. Gerade bei der Crefo besitzt jede Firma einen eigenen, individuellen Ansprechpartner der persönlich Dein Unternehmen bewertet und über längere Zeit betreut. Diesen Ansprechpartner findet man am einfachsten über die Telefonzentrale heraus – nachdem man mindestens 5x weitergeleitet wurde. Hierbei wird die Firma keineswegs  ausschließlich anhand von BWAs bewertet, sondern es zählen auch weiche Faktoren wie z.B. Investoren oder namhafte (Großhandels-)Partner. Als wir einmal eine Software mit ca. 40.000€ Gesamtvolumen kaufen mussten, waren tatsächlich das Vorhandensein von Großhandelsaufträgen und die sehr liquiden Investoren der ausschlaggebende Punkt, weswegen die Crefo der Bank ein „Go“ für unser Leasing gab. Versucht hier also frühzeitig Kontakt aufzunehmen! Es handelt sich keineswegs um eine „tote“ Institution, sondern einen Partner mit dem man idealweise über Jahre hinweg aktiv zusammenarbeiten sollte. Das Eintragen von Daten ist übrigens – entgegen vieler Vorurteile – ausnahmslos kostenlos.

Deutsche Männer shoppen wieder!

„In 2013, menswear sales grew by just under 5% worldwide, outpacing womenswear“ beschschreibt Fortune den Trend zur Herrenmode. Tatsächlich shoppen in den U.S.A. und Europa inklusive Deutschland gerade Männer immer mehr Mode. Daraus resultierend finden sich auch immer mehr StartUps aus diesem Bereich, die auf diesen Trend setzen möchten. Der Platzhirsch ausschließlich für Herrenaccessoires aus Nordamerika ist ganz klar Randa Accessoires, das seine Umsätze die letzten beiden Jahre um über 28% auf $14.8 Milliarden gesteigert hat. 2016 ist für Deutschland sogar prognostiziert, dass Männer erstmals mehr Mode im Internet kaufen als Frauen. Euromonitor nennt diesen Trend “the global menaissance”. Folgende Statistik dazu:

Quelle: QUARTZ

Insbesondere ist dabei auch interessant, dass die umsatzstärksten Produktsegmente nicht mehr die Casual-Produkte (T-Shirts, Jeans u.ä.) sind, sondern ausgerechnet Anzüge. Formal wear ist nicht tot sondern auf dem Rückmarsch. Weitere interessante Artikel zu diesem Thema findet Ihr  in der New York Times („The male shopper is buying again. [….] doing something women have been doing for years: binging on accessories„) oder in The Guardian („Menswear sales catching up with womenswear“). Wieso ich meine Firma gegründet habe war nicht nur ein persönliches Zeitgefühl, sondern auch alle Statistiken weisen darauf hin, dass es derzeit keinen Herrenaccessoire-Player im europäischen Markt wie Randa in den U.S.A. gibt. Wir arbeiten daran. Learning: Es ist noch sehr viel Luft nach oben.